Die Natur kennt keine Ziele

Ziele setzen, die ich nicht erreiche? Nein, danke

Da ist es also, das Neue Jahr. Wie sieht es bei Dir mit den guten Vorsätzen aus? Mit den Zielen für 2024? Ich weiß nicht, wie es Dir geht. Bei mir funktioniert das mit dem Ziele setzen nur so halb. Was bei mir für echte Veränderung sorgt, ist das Bewegen in eine Richtung. Ich arbeite lieber an Gewohnheiten, anstatt an Zielen.

Denn das Leben verläuft nicht gerade. Es lässt sich nicht komplett durchplanen. Flüsse fließen in Schleifen zum Meer. Brechen wir zu einem Ziel auf der Landkarte auf, wissen wir nie, was hinter der nächsten Flussbiegung auf uns wartet. Vielleicht lauern dort wilde Eingeborene, die Fremde gar nicht mögen. Womöglich feiern Freunde dort völlig unerwartet eine Party oder – Gott bewahre – bezaubernde Sirenen umschmeicheln Dich mit ihrem Gesang und Du verlierst völlig die Kontrolle. Alles schon erlebt, bildlich gesprochen.

Werte, Gewohnheiten und Ziele

Deswegen arbeite ich lieber an meinen Gewohnheiten und an meinen Werten, die ich mit meiner Persönlichkeit verknüpfe. Ein Beispiel: Ich entscheide mich dafür jemand zu sein, der regelmäßig ins Fitnessstudio geht. Anstatt mir Ziele zu setzen, jede Woche dort zwei Mal zu erscheinen, gewöhne ich mir lieber langsam eine realistische Routine an, die ich locker in meinen Alltag integrieren kann und die gut zu der Richtung passt, in die ich gehe.

Ein anderes Beispiel: Ich entscheide mich dafür, mich nur noch mit ehrlichen Menschen zu umgeben. Anstatt mit der Brechstange alten Beziehungen vor den Kopf zu stoßen, richte ich mich lieber langsam auf die Menschen aus, bei denen ich mir sicher bin, dass sie es gut und aufrichtig meinen.

Wann geht die Reise weiter?

„Ist ja alles schön und gut, Frank, doch wie sieht es jetzt mit deiner Reise aus?“, magst Du fragen. Die Antwort kann ich Dir Ende Januar geben. Momentan arbeite ich noch an folgenden Fragen für 2024:

1. Was ist für mich wichtig und richtig für mich? Was MUSS sein, damit ich glücklich bin?

Da weiß ich schon so Einiges, ist aber noch nicht spruchreif. So viel kann ich sagen: Die Reise geht weiter.

2. Was wäre ganz cool, wenn es da wäre?

Die „Nice to have“-Dinge. Wäre schön, wenn sie da wären, ist aber auch kein Problem, wenn sie nicht da sind.

3. Was MUSS gehen? Was passt nicht zu mir und meinen Werten?

Oh, die Dinge, Strukturen, Menschen und Gewohnheiten, von denen ich mich definitiv trenne. Da weiß ich schon ziemlich gut Bescheid.

4. Was darf verschwinden?

Das sind die nervigen Dinge, die zwar nicht weg müssen, bei denen es aber schon nice wäre, wenn sie weg sind.

5. Was trägt mich in meinem Leben und woran glaube ich?

Tja, das habe ich in den vergangenen Monaten völlig aus dem Blick verloren. Es ist sehr lange her, dass ich gebetet habe. Für mich persönlich macht das einen enormen Unterschied. Denn folgende Erfahrung habe ich in meinem Leben immer wieder gemacht: Fange ich wieder an zu beten, geht es mir besser und das Chaos, welches ich bis dahin verursacht habe, beginnt sich wie von Geisterhand von selbst zu ordnen. Die richtigen Menschen sind plötzlich (wieder) da. Türen öffnen sich. Und das Wichtigste: Im eigenen Inneren kehrt Ruhe und das Gefühl von Geborgenheit ein.

Mir helfen diese Fragen zur Orientierung enorm weiter, anstatt mich mit Zielen unter Druck zu setzen. Probier das mal aus. Glaube mir, es lohnt sich.

Auf ein großartiges Jahr 2024!

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