Kaltes Wasser

Hundertsiebzehnter Tag, Türkei. In der alten hermetischen Lehre ist Wasser eines der fünf Elemente, neben Feuer, Luft, Erde und dem Akasha-Prinzip. Es nimmt auf, was man lieber nicht trägt.

Halte die Hände unter kaltes fließendes Wasser und stell Dir vor, wie es das schlechte Denken aus Dir zieht, dann verhält es sich wie ein Magnet in flüssiger Form. Eine Regel gibt es: hinterher nicht nachsehen, ob die Gedanken wirklich weg sind.

Das Ganze wird besser, wenn man die Konzentration täglich übt. Ein Bild für Sekunden, dann für Minuten ruhig zu halten, ist eine Anfängerübung für Schüler der Hermetik, und die tibetische Tradition verlangt dieselbe Disziplin mit ihren eigenen Worten.

Wer es nicht so genau nehmen will, springt in einen Bach.

Du kennst das Gefühl. Danach ist eine Stunde lang alles leichter, und erklärt hat mir das noch niemand.