Alles unter Ja

Wenn Du ein paar von diesen Texten gelesen hast, ist Dir aufgefallen, dass ich eine Autorität dafür bin, wie man es nicht macht. Ich weiß genau, wie Scheitern sich anfühlt. Ich habe so ziemlich jede Sackgasse genommen, die mir angeboten wurde, im Beruf und bei Frauen, und einige davon zweimal.

Das Gute daran: Mir gehen die neuen langsam aus. Und wenn Erfahrung reich macht, sitze ich bequem.

Also hier das eine, was ich habe und was sich weiterzugeben lohnt, erarbeitet in Jahren des Gegen-Wände-Laufens:

Wenn Du vor einer Entscheidung stehst und Dein Ja kein hundertprozentiges Ja ist, dann ist es ein Nein.

Die Kompromisse, die ich mit mir selbst gemacht habe, sind immer zurückgekommen. Der Job ist ganz nett? Mach ich. Passt schon. Und dann habe ich viel mehr hineingegeben, als je zurückkam, für mich oder für andere.

Oder: Diese Frau passt gut zu mir. Gut? Das ist ein Nein.

Denn erstens fange ich an, sie zu justieren, ohne es zu merken. Und zweitens mache ich nicht die Arbeit, die hundert Prozent mühelos gemacht hätten.

Die guten Momente waren echt. Darum ging es nie.

Es geht darum, was man an einem gewöhnlichen Dienstag tut, und an einem gewöhnlichen Dienstag ist ein Neunzig-Prozent-Ja ein langsames Nein.