Das Wasserloch von Gomismta

Susi hat 283.175 Kilometer drauf. Der Motor ist einwandfrei. Die Kupplung in Ordnung. Absolut zuverlässig, dieses Auto — dank Jorge Martins und seiner Werkstatt, die vor der Abfahrt alles durchgesehen haben.

Wogegen Jorge nichts tun kann, ist Dummheit.

Vergangenen Sommer wollte ich eine Frau beeindrucken. Wir waren in den Bergen von Gomismta.

„Da — lass uns da hochfahren“, sagte sie und zeigte auf einen Pfad, der zu Fuß ein Ereignis gewesen wäre.

„Lass mal. Das ist kein Weg, den man mit dem Auto hochfährt.“

Sie wollte. Ich nicht. Wir haben hin und her argumentiert, und am Ende habe ich mich breitschlagen lassen und bin die verdammte Piste hochgefahren.

Nach zweihundert Metern lag ein Wasserloch vor der Motorhaube.

Da war mein Ehrgeiz im Spiel. Jetzt wollte ich durch. Anlauf, Motor aufheulen lassen, und KRAWOMS — ich habe den Wagen auf den Bauch gesetzt, schön, mit voller Überzeugung.

Wochenlang lag ich danach darunter: verbogene Halterungen, ein platter Reifen, der Auspuff in den Unterboden gedrückt, die Drehmomentstütze hin.

Über diesen einen Satz habe ich seitdem viel nachgedacht. Sie wollte. Ich nicht.

Das Auto war der billige Teil.